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Hauptsammler im Bachbett der Aach, duktile Gussrohre mit Zementmörtel-Umhüllung

Stadt Immenstadt

Rohrverlegung im Bachbett

Objekt-Kurzbeschreibung: In der Stadt Immenstadt kam es bei Starkregen häufig zu starken Verunreinigungen in den Vorflutern Hochrainebach und Konstanzer Aach. Ursache waren RÜ's die nicht mehr den neuesten Richtlinien entsprachen. Zur Verbesserung der Situation wurden zwei RÜB parallel geschaltet und durch einen Hauptsammler entlastet.

Als wirtschaftlichste Lösung für den Bau des ca. 1300 m langen Hauptsammlers, in DN 300, 400, 500 und 600, erwies sich auf eine Länge von ca. 900 m die Trasse durch das Bachbett der Konstanzer Aach.


Technische Daten: 450 m duktile Gussrrohre  System INTEGRAL DN 300 u. 400 m sowie 870 m duktile Gussrrohre  System INTEGRAL DN 400, 500 u. 600 mit Zementmörtel-Umhüllung und längskraftschlüssiger Steckmuffenverbindung TIS-K.

Entscheidungskriterien: Das duktile Gussrohr stellt wegen seiner hohen Längsbiegefestigkeit und der robusten ZM-Umhüllung keine besonderen Anforderungen an Rohrauflager und Bettung.

Die Auflage des Auftraggebers keine Fremdmaterialien zur Einbettung oder Auftriebssicherung ins Bachbett einzubringen wird von Gussrohren mit ZM-U erfüllt.

Der Aushub kann zur Wiederverfüllung des Rohrgrabens eingesetzt werden.

Eine besondere Auftriebssicherung ist für die schweren duktilen Gussrohre nicht erforderlich.

Die Rohre sind abwinkelbar, somit können sie den Radien des Bachverlaufes angepasst werden. Krümmer im Bachbett waren unerwünscht.

Die Baumaßnahme kann nur während der Winterzeit, wegen dem möglichen Niedrigwasserstand der Konstanzer Aach, ausgeführt werden. Die Steckmuffenverbindung TYTON  läßt sich, wie gefordert, auch bei Temperaturen unter 0° einbauen.


Erfahrungen: Während der Bauzeit herrschten Außentemperaturen bis zu -20 °C. Die duktilen Gussrohre ließen sich unter diesen Bedingungen ohne Probleme einbauen. Die mittlere Verlegeleistung im Bachbett betrug trotz der widrigen Bedingungen 24 m /Tag.  Die im Bachbett eingebauten Gussrohre sind durch die TIS-K Verbindung  längskraftschlüssig und haben außen die Zementmörtel-Umhüllung. Der Rohrgraben wurde mit Aushubmaterial wieder verfüllt. Durch die zulässige Abwinkelbarkeit in den Steckmuffenverbindungen konnte die Rohrleitung dem Trassenverlauf angepasst werden. Besondere richtungsändernde Formstücke konnten dadurch eingespart werden. Die zum duktilen Gussrohr zugesicherten Kriterien wurden zur Zufriedenheit  des Bauunternehmers und des Auftraggebers eingehalten.

Bauzeit: Winter 1994/1995