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Würde das Eisen aus dem
Induktionsrinnenofen direkt vergossen so würde
es als Grauguss mit lamellarem Graphit
erstarren. Für Rohre und Formstücke aus
duktilem Gusseisen wird die kugelige Ausbildung
des Graphits dadurch erreicht, dass unmittelbar
vor dem Vergießen eine Impfung des flüssigen
Eisens mit Magnesium erfolgt. Für diese
Behandlung wird Magnesium an einer keramischen
Tauchglocke befestigt und bis auf den Boden der
mit flüssigem Eisen gefüllten Pfanne gedrückt.
Das Magnesium beeinflusst den
Kristallisationsprozeß derart, dass die
vorrangige Längenausdehnung des
Graphitkristalls im Verhältnis zur Dicke von 10
: 1 bis 100 : 1 unterbunden wird. Es wird
angenommen, dass sich die Magnesiumatome in das
Eisengitter einlagern und die Längenausdehnung
der Graphitkristalle so beeinflussen, dass
sie gleichmäßig in allen Richtung wachsen. Der
Graphit wandelt sich von der Lamellen- zur
Kugelstruktur und gibt dem Eisen seine hohen
Festigkeits-Eigenschaften. Neben der hohen
Zugfestigkeit von 420 [N/mm²] hat der Werkstoff
duktiles Gusseisen auch eine beträchtliche
Bruchdehnung von 10 [%].
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