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Nach
dem Aufbringen der metallischen Überzüge
werden die Rohre über kombinierten Putz- und Prüfstraßen
geführt wo die Reste des Muffenkernsandes
entfernt und evtl. vorhandene Grate beschliffen
werden. Ist durch visuelle Beobachtung die
Vollkommenheit der inneren und äußeren
Rohr-Oberfläche festgestellt so erfolgen Maßkontrollen.
Wanddickenmessungen werden mit Schnelltastern
durchgeführt während die Muffen und
Einsteckenden mit Grenzlehren überprüft
werden.
Aussagen
über den beim Glühprozess erreichten
Ferritisierungsgrad und Duktilität (Dehnung)
liefert
die Ringfaltprüfung indem ein zuvor abgetrennter
Ringabschnitt extrem ovalisiert wird. Die
Zusammendrückbarkeit ist ein Vergleichsmaß für
die Dehnung.
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Alle
Rohre, ob für Druckleitungen oder
Freispiegelkanäle –die die bisherigen
Kontrollen bestanden haben- werden einer
Dichtheitsprüfung mit Wasser unterzogen. Der
Mindestprüfdruck richtet sich dabei nach
Nennweite und Wanddickenklasse. Für
Druckleitungen beträgt der niedrigste Prüfdruck
25 bar und der höchste 50 bar.
Abwasserleitungen werden mit mindestens 11 bar
geprüft.
Rohrleitungen
die für den Gastransport eingesetzt werden
müssen neben der Wasserdruckprüfung auch eine
Luftdruckprüfung mit 2 bar bestehen.
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| 3.
Zementmörtelauskleidung |
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Die
Rohre für Wasserversorgungs- und
Abwasserentsorgungsanlagen werden mit Zementmörtel
ausgekleidet, um während der Nutzungszeit der
Systeme gleichbleibende hydraulische
Eigenschaften zu sichern. Ablagerungen und
Inkrustationen werden durch die ZM-Auskleidung
dauerhaft verhindert. Die Rohre für
Wassersysteme werden mit Zementmörtel auf der
Basis von Hochofenzement und die Abwasserrohre
mit Zementmörtel auf der Basis von
Tonerdezement ausgekleidet. Definierte
Mörtelmengen werden in die Rohre eingepumpt.
Anschließend werden sie an Muffe und
Einsteckende verschlossen und durch
Antriebsrollen und durch Antriebsrollen auf
bestimmte Umdrehungen pro Minute gebracht. Der
Mörtel erfährt dabei eine
Zentrifugalbeschleunigung die der 75-130 fachen
Erdbeschleunigung entspricht. durch diese
Beschleunigung und durch zusätzliche
Vibrationen wird der Mörtel an der Rohrwand
verteilt, verdichtet und geglättet.
diespezifisch schweren Teilchen orientieren sich
dabei zur Gusswand während die leichteren sich
innen absetzen d.h. die Feinkornteilchen bilden
die glatte Oberfläche der
Zementmörtelauskleidung. Das Zentrifugieren
treibt den größten Teil des Zugabwassers aus.
Durch den Schleudervorgang erhält der Mörtel
ein dichtes Mörtelgefüge.
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| 4.
Reifung der Zementmörtelauskleidung |
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Die mit Zementmörtel ausgekleideten Rohre
werden in speziellen Reifekammern gebracht, um
eine kontrollierte Aushärtung zu erzielen.
diese Kammern werden auf eine vorbestimmte
Atmosphäre wie Luftfeuchtigkeit und Temperatur
eingestellt. Unter diesen Bedingungen muss der
Mörtel eine vorgegebene Zeit reifen.
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