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Umhüllungen der Rohre und Versand
 



 1. Zinküberzug mit Deckbeschichtung
Nachdem die duktilen Gussrohre bereits verzinkt und mit Zementmörtel ausgekleidet sind erhalten sie die äußere Deckbeschichtung. Hierzu werden die Rohre auf ca. 60 °C vorgewärmt um sie anschließend im Airless-Verfahren mit Bitumenlack oder Epoxilack zu beschichten. Die Trocknung der Lacke erfolgt bei ca. 180 °C.


 2. Zementmörtel_Umhüllung (ZM-Umhüllung)
Die Zementmörtel-Umhüllung ist ein robuster Rohraußenschutz mit mehrschichtigem Aufbau:
  • Zink-Überzug
  • Zwischenschicht (Zwei-Komponenten-Epoxidharz-Beschichtung)
  • Faserarmierte, modifizierte Zementmörtelschicht

Der in einem Zwangsmischer hergestellte Mörtel, auf Basis von Hochofenzement, wird zu einer Spritzdüse gepumpt. In der Spritzdüse wird eine zugeführte Polypropylenfaser geschnitten und mit dem Mörtel durch Pressluft auf das sich drehende Rohr gesprizt. Die Spritzdüse fährt während  der Applikation an dem Rohr entlang. Die gepumpte Mörtelmenge sowie der Düsen-Vorschub sind so eingestellt, dass auf dem gesamten Rohr eine gleichmäßige Schichtdicke von 5 mm entsteht.

Das Einsteckende sowie die Muffenstirnfläche bleiben ohne ZM-Beschichtung.

Die Aushärtung der Zementmörtelumhüllung erfolgt in einer Durchlaufkabine mit definierten Temperatur- und Luftfeuchtigkeits-Zonen


 3. Polyethylen-Umhüllung (PE-Umhüllung)
Die Polyethylen-Umhüllung  wird bis DN 500 im Schlauchextrusions-Verfahren aufgebracht und von DN 600 bis DN 1400 im Wickelextrusions-Verfahren. Die aus Low-density (LD) Polyethylen bestehende Umhüllung wird unter Verwendung eines Spezialklebers auf die Rohre gebracht.

Um die Haftung des Klebers sicherzustellen werden die Rohre auf ca. 50°C erwärmt.

Beim Schlauchextrusions-Verfahren werden die Rohre zu einem endlosen Strang gekuppelt und durchlaufen den PE-Ummantelungskopf. An diesem ist der Polyethylen-Extruder und die Kleberzuführung angeschlossen. Beim Austritt des Polyethylenschlauches aus der Ringdüse wird auf der Innenseite des Schlauches Kleber aufgetragen. Gegenüber dem PE hat das Rohr eine größere Geschwindigkeit weshalb der PE-Kleberschlauch gereckt wird. Durch die dabei auftretenden Radialspannungen legt sich der Schlauch fest an das Rohr an. Dieser Vorgang wird durch ein erzeugtes Vakuum unterstützt damit der Einschluss von Luftblasen unter der Beschichtung verhindert wird. Damit in den Muffenbereichen die Schichtdicke der PE-Umhüllung gleich dick ist wie am Rohrschaft wird die Geschwindigkeit der Rohre verringert.

Beim Wickelextrusions-Verfahren werden die vorgewärmten Rohre mit Kleber beschichtet und in Achsrichtung an einer Breitschlitzdüse vorbeigeführt. Das der Düse austretende PE-Band wird gereckt und in mehreren, sich überlappenden Lagen auf das Rohr aufgewickelt. Das Verschweißen der einzelnen Lagen zu einer homogenen Schicht wird eine spezielle Andrückrolle unterstützt.

Unmittelbar nach dem Beschichtungsvorgang wird die Umhüllung mit Hochspannung auf Porenfreiheit geprüft. Die Einsteckenden werden nach dem Abschälen der PE-Umhüllung mit Lack beschichtet.


 4. Lager und Versand
Die fertigen Rohre bis DN 350 werden bis zu einem Gewicht von ca. 1800 kg gebündelt und zum Lager transportiert. Die größeren Rohre werden lose gestapelt.

Der Versand erfolgt per LKW bis direkt zur Baustelle oder per Bahn zu einem Zwischenlager oder in Häfen zum Weitertransport per Schiff.

 
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